Abzocke und Autoknast
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marion hintz
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BeitragVerfasst am: 04.03.2006 12:08    Titel: Abzocke und Autoknast Antworten mit Zitat

Hallo, auch ich habe einen Frust im Bauch, weil mein Auto gestern abgeschleppt wurde. Der Gebührenbescheid lautet über 265,90 Euro!!!
Die Begründung, ich parkte unzulässig vor einer Bordsteinabsenkung und behinderte somit Rollstuhlfahrer, etc.
Die Ereigniszeit 03.03.06 11.04 bis 03.03.06 11.11 Uhr !! Für 7 Minuten!!

Ich bin z.Z. schwerkrankt und mußte zur Massage.
Der Bordstein ist an dieser Stelle insgesamt nicht sehr hoch. Und wenn schon ein Ordnungsvergehen, so finde ich das unverhältnismäßig und schon kriminell, wenn das Auto abgeschleppt wird.

Wer kann mir dazu sachlich etwas sagen?
Gibt es nicht eine zentrale Beschwerdestelle, die diese Praktik mal durchgreifend verändert. Die umliegenden Länder zahlen nicht so viel.
Und ich denke, in meinem Fall hätte auch anders entschieden werden können, da der Autoknast sich aber nicht rechnet wird bei jeder Übertretung gnadenlos kassiert. Abzocke pur.
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Ordnungsliebender



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BeitragVerfasst am: 04.03.2006 16:32    Titel: . Antworten mit Zitat

Moin moin

Sofern ein Rollstuhlfahrer berhindert wurde, und das wird der Fall sein, da die Personalien notiert wurden, um den Rollstuhlfahrer als zeugen zu bennen, ist das Abschleppen absolout gerechtfertigt. Auch wenn der Borstein insgesamt nicht sher hoch ist, bedeutet auch die kleinste erhöhung ein Hinderniss für einen Rollstuhlfahrer.

Wer so schwer krank ist, darf auch kein Auto mehr fahren und sollte sich mit einem Krankenbeföderungsunternehmen oder mit einem Taxi zur Massage fahren lassen. Dieses wird, ich habe es gerade erlebt, teilweise von den kassen auch bezahlt.

Sei froh, dass du laufen kanst und nicht auf einen Rollstuhl angewiesen bist. Vielleicht solltst du dir mal einen Rollstuhl ausleihen und einen Tag damit herumfahren. Dann wirst du die Welt mit anderen Augen sehen.

Man kann viel über gerechtfertigte oder ungerechtfertigte Abschleppvorgänge diskutieren, aber wer einen Rollstuhlfahrer behindert-da gibt es keine Diskussion.

Und auch wenn es "nur sieben" Minuten waren. Grundsätzlich ist alles über drei Minuten parken...

Was hätte der Rollstuhlfahrer machen sollen? Warten? Und wie lange? Woher soll er wissen, dass du nur sieben Minuten weg bist? Hätte ja auch sein können, dass du stundenlang einkaufen bist. Oder hast du einen Zettel mit den Hinweis auf die Sieben Minuten an den PKW geklemt?

Also: Wer einen Rollstuhlfahrer behindert, sollte den Ball mal ganz flach halten und froh sein, dass er so billig davongekommen ist. Und wenn es dir hier zu teuer ist, dann suche dir doch mal eine Massagepraxis im Hamburger Umland. Dort ist das Abschleppen billiger.



SORRY, aber in einem solchen fall muss es mal deutlich gesagt werden.


Gruß

MW
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groundhog



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BeitragVerfasst am: 05.03.2006 10:48    Titel: Re: . Antworten mit Zitat

Ordnungsliebender hat Folgendes geschrieben:
Moin moin

Sofern ein Rollstuhlfahrer berhindert wurde, und das wird der Fall sein, da die Personalien notiert wurden, um den Rollstuhlfahrer als zeugen zu bennen, ist das Abschleppen absolout gerechtfertigt. Auch wenn der Borstein insgesamt nicht sher hoch ist, bedeutet auch die kleinste erhöhung ein Hinderniss für einen Rollstuhlfahrer.

cut

Und auch wenn es "nur sieben" Minuten waren. Grundsätzlich ist alles über drei Minuten parken...



Moin Ordnungsliebender, all

warst Du mit der Sache befasst, oder woher weißt Du, dass da Personalien eines konkret behinderten Rollstuhlfahrers aufgenommen wurden?

Die konkrete Behinderung eines bestimmten Verkehrsteilnehmers entnehme ich dem Sachverhalt nicht.
Eine solche ist ja auch nicht erforderlich bzw. muß nicht abgewartet werden.

Die 7 Minuten Parkdauer sind allerdings wohl wahrheitswidrig.
So wie die Schilderung zu verstehen ist, handelt es sich bei den 7 Minuten um die vom anordnenden Polizeibeamten/AiA festgestellte Zeit.
Das heißt, das Fahrzeug muß dort deutlich länger gestanden haben, denn sonst hätte
1. der Beamte den Abstellvorgang bemerken müssen
2. der Beamte den Abschleppvorgang beobachten müssen.

Im Falle 1. hätte aber der Beamte sogleich den Fahrzeugführer angesprochen. Der Parkvorgang war also schon abgeschlossen, ein Fahrzeugführer nicht mehr am Fahrzeug.

Im Normalfall gehen die Beamten/AiAs nach der Abschleppanordnnung ihren Dienstgeschäften nach und warten das Eintreffen des Abschleppfahrzeugs nicht ab. Die Zeit bis zum tatsächlichen Entfernen des Fahrzeugs durch den Abschlepper ist mithin hinzuzurechnen.

Die festgestellte Parkdauer ist allein die Zeit, in der sich der feststellende Beamte vor Ort aufgehalten hat.
Macht sich ein Betroffener diese Zeitangabe zu eigen, so lügt er zumeist.

Im vorliegenden Falle, mit vollendetem Abschleppvorgang, sind 7 Minuten unrealistisch. Das war länger.

Die Abschleppanordnung ist rechtlich nicht zu beanstanden.

Grüße groundhog
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IudexNonCalculat
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BeitragVerfasst am: 05.03.2006 17:51    Titel: Antworten mit Zitat

obwohl ich groundhog im wesentlichen zustimmen muß, was die rechtliche Würdigung betrifft, möchte ich doch zu bedenken geben, daß der Sachverhalt für eine zutreffende Würdigung ein wenig zu dünn ist.
So wie die Betroffene den Sachverhalt geschildert hat, ist sie offensichtlich nicht im Recht und kann sich nicht beschweren, abgeschleppt worden zu sein.
Allerdings sind mir die genauen Umstände zu vage. Ich weiß ja z.B. nicht, ob nicht ein Versetzen möglich gewesen wäre etc.
Was sowieso für sämtliche "Autoknast-Fälle" gilt, ist natürlich auch zu bedenken, daß die Verhältnismäßigkeit der Kosten in jedem Fall nicht völlig unzweifelhaft ist.
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Ordnungsliebender



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BeitragVerfasst am: 05.03.2006 18:12    Titel: Antworten mit Zitat

Moin moin

Grundsätzlich werden die Personalien eines konkret behinderten festgestellt. Sicherlich wrid es auch Ausnahmen geben. Aber die Regel ist eine Personalienfeststellung.

Gruß

MW
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marion hintz
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BeitragVerfasst am: 20.03.2006 13:38    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Kommentare. Ich habe mir die bnei meinem nächsten Massage-Besuch die Sachlage nochmals angeschaut. Die Absenkung des Bürgersteiges ist ziemlich ausladend und breit gefasst. Das letzte Drittel wird von einem Laternenmast begrenzt. Dieses letzte Drittel habe ich beim Parken benutzt. Hier konnte keiner behindertwerden, weil der Laternenmast behindert! Aber, ich habe dies natürlich nicht fotografiert und kann es nicht beweisen.

Dafür habe ich ein neues Problem!!!

Vor wenigen Tagen bekam ich von der Freien und Hansstadt Hamburg für dasselbe Vergehen eine Schriftliche Verwarnung in Höhe von Euro 15,00!!

Jetzt bin ich baff!

Bin ich bestätigt, dass der Ordnungshüter die Wahl hatte zwischen Verwarngeld und Abzocke?

Oder ist es üblich, dass dieser Betrag noch obendrauf kommt auf die 270,00 Euro?

Wer kann mir dazu etwas sagen?
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Andre



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BeitragVerfasst am: 20.03.2006 13:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marion,
das Verwahrngeld kommt in diesem Falle von der Polizei - das Abschleppen kommt von der Stadt.
Das Verwahrngeld liegt grundsätzlich zwischen 15 - 30 EUR.

So macht man Geld in Hamburg.

Gruß
André
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Ordnungsliebender



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BeitragVerfasst am: 20.03.2006 14:39    Titel: . Antworten mit Zitat

Hallo Andre, Hallo Forumsteilnehmer.

Die Abschleppgebühren sind eine reine zivilrechtliche sache, die die Auslagen der "teilnehmenden" Organe (Abschlepper, etc.) decken sollen.

Die 15 EURO sind die eigentlich Buße für den Verstoß.

Schick doch mal ein paar Bilder oder nenne die Örtlichkeit, damit man sich diese mal anschauen kann.

Gruß

MW


P.S.: Mann kann nicht sagen, dass so in Hamburg Geld gemacht wird. Im Regelfall scheinen Autofahrer zuviel Geld zu haben und bereit, dieses gern dem Staat zu schenken. Zumindest bekommt man das Gefühl, wenn man sich anschaut, wie viele tatsächlich parken
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marion hintz
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BeitragVerfasst am: 24.03.2006 14:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Antworter regte an, doch mal ein Bild von der Situation ins Netz zu stellen. Ich habe mit dem Handy heute Aufnahmen gemacht.

Wie übertrage ich es für dieses Forum?

Kann jemand helfen?
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Andre



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BeitragVerfasst am: 24.03.2006 15:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marion,
sende mir die Bilder per Email und ich stelle diese rein.
Meine Email: info@autoknast.de


Gruß
André
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judopa
Gast





BeitragVerfasst am: 24.03.2006 19:58    Titel: Antworten mit Zitat

..ich habe langsam das gefühl, wir bewegen uns echt im kreis.. ALSO: von den meisten leuten die sich hier beschweren, sagt ja kaum einer, jedemfalls habe ich das so verstanden, dass das abschleppen an sich nicht gerechtfertigt war - oder dass man ja gar nicht ordnungswidrig geparkt hat. hab ich ja auch, bin abgeschleppt worden, blöd das.
ABER: es geht hier ja nicht um das abschleppen an sich, sondern um die art und weise.
und vor allem um die horrende gebühr. ich verstehe zum beispiel bis heute nicht, was genau eine amtshandlungsgebühr und was ein gemeinkostenzuschlag auf meinem gebührenbescheid zu suchen haben. komischerweise konnte mir auch keine amtsperson so wirklich erklären, wofür diese anfallen und welche vorschrift eigentlich deren höhe regelt.
bittebittebitte spar dir jetzt den kommentar "wenn du kein geld für's abschleppen hast, dann park doch richtig, bla, bla.." hab ich von dir schon ca 50 mal in diesem forum gelesen. aber nur mal n kurzes bild meiner lebenswirklichkeit:
ich arbeite auf stundenbasis u bekomme einen echt guten stundenlohn als stud. aushilfe. 265, 90 € umgerechnet auf meine arbeit sind beinahe 28(!) stunden, die ich extra arbeiten musste - für 12 minuten blödheit - geb ich ja zu, aber kann man das nicht in raten bezahlen?? ich hab da jedenfalls noch ne ganze zeit dran zu knabbern..
regeln und vorschriften sind wichtig und auch richtig, aber deshalb muss man nicht sein gehirn und seine menschlichkeit für immer ausschalten, weil ja schon alles geregelt wird.. das macht einen auf dauer zu nem echt armen mennschen, wie ich finde.[/quote]
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Andre



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BeitragVerfasst am: 24.03.2006 22:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo judopa,
ein guter Anfang um zu den Wurzeln der Kerndiskussion zurückzukehren.

Danke dafür Smile

Gruß
André

P.S. Ich bin jetzt doch ein wenig gespannt auf eine Antwort von OrLi!
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Andre



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BeitragVerfasst am: 26.03.2006 12:52    Titel: Antworten mit Zitat

Bilder eingestellt für Benutzer "marion hintz".

Hier sind die Aufnahmen zu der von mir geschilderten Situation. Der
Laternenmast steht doch ziemlich mittig - und bis dahin habe ich auch nur
geparkt, also, das Stückchen kann ein Rollstuhlfahrer ohnehin nicht nutzen,
bin ich der Meinung.

Wie wird es von den anderen Forumteilnehmern gesehen?

Vielen Dank im voraus für Eure Meinung.


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Ordnungsliebender



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BeitragVerfasst am: 28.03.2006 18:23    Titel: soso Antworten mit Zitat

Hallo über mir mit den Bildern.

ich muss zugeben, das ich in dem bereich töätig bin und diese Ecke genau kenne. ich will auch nicht auschließen, dass ich derjenige war, der dich bzw. dein Auto abgeschleppt hat. S

Soviel dazu.

Es ist für einen Rollstuhlfahrer ohne Probleme möglich, an dem laternenpfahl vorbei auf die Straße zu gelangen und dass, auch wenn es nicht auf den Bildern so aussieht, von beiden Seiten des Laternenpfahls.

Außerdem liegt die Absenkung in einer Kurve und es ist für größere Fahrzeug schwer möglich, dort ohne Probleme herumzufahren besonders, wenn sie von der N. Straße in die Straße A B fahren wollen.


Gruß

MW
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BeitragVerfasst am: 28.03.2006 18:27    Titel: oha Antworten mit Zitat

Hallo Judopa und hallo Andre

ich war eine zeitlang nicht hier und habe doch glatt vergessen auf den vorvorigen Kommentar zu antworten.

ich finde, judopa hat Recht, wenn er sagt, dass man zum kern der Diskussion zurückkommen sollte.Aber dann wären sicherlich 95 % aller Kommentare hier überflüssig.

Im übrgigen finde ich nicht, dass der preis für das Abschelppen zu hoch ist. Immerhin müssen von dem Geld viele menschen leben und auch der Staat könnte, mal rein theoretisch betrachtet ja auch Geld gebrauchen, wenn er denn viel davon hätte.....

Gruß

MW
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