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BJH
Gast





BeitragVerfasst am: 08.02.2006 21:36    Titel: Arbeitsplätze Antworten mit Zitat

Der Autoknast wird nicht nur von den Betroffenen gehaßt, sondern auch von den Anwohnern und den Abschleppfirmen selbst. Sie benötigen heute die 3fache Zeit für einen Transport, haben aber nur wenig mehr Einnamen als früher. Folge: Sie benötigen um mal eben 5 Autos zu versetzen statt 2 Abschlepper glatte 5. Folglich müssten Sie investieren, die Einnahmen stehen aber dagegen. Die ersten Entlassungen sind erfolgt, weil es sich nicht mehr rechnet. Die nächste Preisrunde ist eingeläutet, die Preise werden immer mehr gedrückt, die Fahrzeuge werden älter, das Personal unqualifizierter, Schäden nehmen also zu. Bald schleppen Russen oder Polen oder sonst wer Fahrzeuge ab, dann gehen auch die letzten Fachleute deutscher Unternehmen zum Arbeitsamt. Es lebe der Autoknast.
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Andre



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BeitragVerfasst am: 09.02.2006 09:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hi BJH,
ein sehr interessanter Beitrag.
Von dieser Seite ist das Thema bisher noch nie belichtet worden....
Hast Du konkrete Zahlen oder kennst Du Dich in dieser Branche aus?

Gruß
André
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Ordnungsliebender



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BeitragVerfasst am: 12.02.2006 16:42    Titel: Auch eine Seite.. Antworten mit Zitat

Moin moin

Sofern in der Abschleppbranche "Billigkräfte" eingestellt werden, wäre es doch, sehr theoretisch gesehen möglich, dass die Preise sinken, da dann ja auch die Personalkosten sinken.

Und wenn dann noch einer auf die Idee kommt, dass die Fahrer der Abschleppwagen in Form eines Subunternehmers fahren und somit als Selbstständig gelten,könnten die Sozialleistungen Seitens des Arbeitnehmers auch noch eingespart werden.

Dann würden die Preise weiter sinken.

Wer weiß, was alles noch kommt...

Gruß

MW
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groundhog



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BeitragVerfasst am: 13.02.2006 02:46    Titel: Re: Auch eine Seite.. Antworten mit Zitat

Ordnungsliebender hat Folgendes geschrieben:
Moin moin

Sofern in der Abschleppbranche "Billigkräfte" eingestellt werden, wäre es doch, sehr theoretisch gesehen möglich, dass die Preise sinken, da dann ja auch die Personalkosten sinken.

Und wenn dann noch einer auf die Idee kommt, dass die Fahrer der Abschleppwagen in Form eines Subunternehmers fahren und somit als Selbstständig gelten,könnten die Sozialleistungen Seitens des Arbeitnehmers auch noch eingespart werden.

Dann würden die Preise weiter sinken.

Wer weiß, was alles noch kommt...

Gruß

MW


Wünschenswert ist das aber nicht.

Billigkräfte sind weniger motiviert, ihre Arbeit ordentlich zu machen. Hier ein Kratzerchen, da ein Spiegel ab, oder das offene Cabrio wird aufs Dach gelegt, damit es nicht hineinregnet. Laughing
Das wäre sicherlich dann auch wieder nicht recht, wie ich die Abgeschleppten so kenne.

Subunternehmer können nicht billiger sein als Arbeitnehmer, da in deren Stundensatz ja auch noch Fahrzeugkosten/Sozialversicherung/Urlaubsvergütung eingerechnet werden muß. Jedenfalls, wenn der Subunternehmer richtig kalkuliert.

Gutes, anständiges Abschleppen muß auch anständig bezahlt werden. Billiger wirds durch Subunternehmer seriöserweise nicht.
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Ordnungsliebender



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BeitragVerfasst am: 13.02.2006 15:55    Titel: das ist die frage Antworten mit Zitat

Hallo Groundhog

es ist wirklich eine gute Frage ob günstigere kräfte auch schlechter arbeiten. Es gibt so viele arbeitssuchende, da würde der ein oder andere sicher glücklich über den job sein und ihn auch mit wenig bezahlung ordentlich ausführen.

Und dann kann ein stundensatz genant werden und viele werden die arbeit dann ausführen.

Weiter wäre es möglich auf Provisionsbasis zu arbeiten, dann kann jeder selbst entscheiden,wie lange er arbeiten möchte.

Schlechter wäre es nicht, da die Aufträge ja weiterhin von der Polizei kommen.

Gruß

MW
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Schleppknecht



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BeitragVerfasst am: 15.02.2006 23:02    Titel: Antworten mit Zitat

Moins,

ich muss auch mal was loswerden da ich selbst Fahrer in der Branche bin und mich dieser Beitrag ehrlich gesagt nur aufregt.

Was glaubt ihr was ein Fahrer verdient, Millionen?

Jeder Fahrer muss eingearbeitet werden und das mit besten Wissen und Fachkenntnissen.
Jeder Schaden an einem Fahrzeug treibt die Versicherung in die Höhe und genau Die sind heftig hoch in den Beiträgen.
Wer keine Motivation hat macht auch Schäden wie z.B. durch Nachlässigkeit oder der Faktor Müdigkeit. Dabei sind Schäden wie Lackkratzer oder Beulen das Geringste, habt ihr mal drüber nachgedacht was ein Schlepper für Kräfte hat? Abschleppösen haben heute nur noch wenige Fahrzeuge oder man kann sie nicht nutzen weil das Fahrzeug schlecht steht, was bleibt sind die Achsen der Fahrzeuge an den sich der Fahrer dann ranwagen muss.
Ich möchte gar nicht drüber nachdenken was unqualifizierte Fahrer da für Schäden machen können, die Folge wäre z.B. ein Unfall weil der Abholer mit einen nicht wissenden Schaden am Fahrwerk losgefahren ist.
Und wo soll die Motivation eines Arbeitslosen herkommen wenn er hört was er riskiert bei so einem Job?
Arbeitslose die Familie haben sind am schlimmsten dran, die haben dann zwar einen Job aber in der Regel keine Familie mehr. Man ist in der Bereitschaft immer stand by, das Telefon klingelt Tag und Nacht, du gehst ins Bett und 2 Minuten später musst du wieder raus.
Deine Familie wird immer mit wachgerissen weil du dich fertig machen musst.
Was glaubt ihr wie viele Frauen das Spielchen mitmachen? Geschweige von den Kindern.
Die meisten Fahrer sind Ledig und leben allein und die mit Familie haben oft Stress wegen dem Job.
Im Durchschnitt kommt ein Fahrer auf ca. 280 Stunden im Monat inkl. Bereitschaft, wenn dieser mit ca. 1500 Euro Lohnsteuerklasse 1 nach Hause geht hat er gerade mal etwas über 5 Euro an Stundenlohn.

Und dann liest man hier was von Billigkräften und Motivation. *Armes Hamburg

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Andre



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BeitragVerfasst am: 16.02.2006 09:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Schleppknecht,
würde ich jetzt mit den Argumenten der Contra-Auto-Fraktion antworten, sehe das so aus: "Mach einen anderen Job, es zwingt Dich keiner dazu".

Ich verstehe Deine Situation ganz gut, es ist wie mit vielen anderen Branchen, entweder „Funktionieren“ oder gehen.
In diesen Tagen stehen auch die Ärzte auf der Straße, deren Situation nicht viel besser ist - und die arbeiten nicht am Blech sondern an Menschen.

Wie gereizt die Abschlepper sind, hat sich ganz Eindrucksvoll am Samstag gezeigt.
Ich war mit dem NDR-Team am Autoknast als ein Abschlepper kam.
Wir filmten gerade einen anderen PKW als der Fahrer aus seiner Kabine sprang und laut stark rumbrüllte. Ein Mitarbeiter des Wachpersonals fuhr dann später auch mit Vollgas an uns vorbei um uns seine Wut "mitzuteilen".

Eine Frage noch an Dich, als Abschlepper: Wäre es wirklich solch ein "Beinbruch" nicht die Schranken zu passieren und stattdessen einen kleinen Umweg in Kauf zu nehmen?


Gruß
André
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Schleppknecht



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BeitragVerfasst am: 16.02.2006 18:51    Titel: Antworten mit Zitat

Andre hat Folgendes geschrieben:


Eine Frage noch an Dich, als Abschlepper: Wäre es wirklich solch ein "Beinbruch" nicht die Schranken zu passieren und stattdessen einen kleinen Umweg in Kauf zu nehmen?


Gruß
André


@ Andre meine Meinung dazu, ich finde das ganze ziemlich übertrieben, ich bin weder für noch gegen die Schranke.
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Ordnungsliebender



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BeitragVerfasst am: 20.02.2006 16:35    Titel: übertrieben? Antworten mit Zitat

Hallo

Es dürfte ja mitlerweile bekannt sein, dass ich ein Befürworter des Verwahrplatzes bin.

Aber ich bin dagegen, dass die Schlepperdas Wohngebiet nutzen und nicht die paar Minuten Umeweg,die sich kaum bemerkbar machen,wenn eh durch die Innenstadt gefahren wird.

Es gibt ja auch dort Anwohner,die nicht falsch parken und die dürfen nicht darunter leiden....

Gruß

MW
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