Methode?

 
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Gute Nacht
Gast





BeitragVerfasst am: 02.03.2006 14:15    Titel: Methode? Antworten mit Zitat

Die folgenden Ereignisse geschahen zwar schon im Sommer 2004, reihen sich aber nahtlos in die anderen Berichte hier. Eine Reihe außergewöhnlicher Umstände sorgten allerdings dafür, daß mir die genannten Details im Gedächtnis blieben. Ich verbürge mich für die Richtigkeit aller Angaben!


ETV-Zentrum, gegen 17Uhr. Ich suche einen Parkplatz. Hohe Weide - nichts. F.Dahn-Str. (sonst immer für 'ne Lücke gut) - alles voll. Nicht nur das, es wird so verrückt geparkt, daß mein Auto kaum durchpaßt! Diese Rücksichtslosigkeit ärgert mich. 'Ich werd' nicht um diesen Preis parken' - und deshalb blieb alles so deutlich im Gedächtnis, denn ich war stolz darauf, mich nicht dem Wildwest-Trend angeschlossen zu haben.

Nächster Versuch: Gorch Fock-Str. Ist eine Einbahnstraße, von früher her weiß ich, beidseitiges Parken ist erlaubt. Ein entsprechendes Schild steht rund 100 Meter nach Einmündung. Ich fahre bis fast zur Hohen Weide durch, stelle mich auf der linken Seite mit einem Rad auf den Bürgersteig (wie vom Schild gefordert). Mir gegenüber steht ein Lieferwagen, normal geparkt, d.h. er ragt aus der Parkreihe auf der rechten Seite nicht in Richtung Fahrbahnmitte heraus.

3 Stunden später komme ich zurück - der Wagen ist weg. Der erwähnte Lieferwagen steht immer noch da, offenbar unbewegt. Beim Polizeiposten an der Synagoge nachgefragt: Mein Auto war umgesetzt worden.

Begründung: Restfahrbahnbreite unter 2.50 Meter, also Behinderung. Mein Auto stand im Parkverbot und deshalb die Maßnahme.

Tatsache: Der Lieferwagen wurde nicht bewegt, d.h. zu jeder Zeit in diesen 3 Stunden herrschten gleiche Bedingungen. Ich habe alles nachgemessen. Die Fahrbahnbreite war größer als 3.20 Meter. Behinderungen auf dem Bürgersteig bestanden auch nicht (war auch nicht moniert worden). Tatsache auch: 1 Woche danach fiel mir an dem Schild, daß das Parken auf dem Bürgersteig erlaubt, ein Pfeil auf, der vorher dort nicht war.

Nun bedeutet der Pfeil nur, daß damit in Richtung diese Art zu parken explizit erlaubt bzw geboten ist. Nicht aber stellt es ein Verbot in die andere Richtung dar. Außerdem ist der Pfeil so angebracht gewesen, daß der leicht abgeklebt werden konnte. Ins Auge springend war er ohnehin nicht.

Ich ging bis vor Gericht. Dort erst erfuhr ich, daß wer im Parkverbot steht ist grundsätzlich schuld, auch wenn er beim Abstellen des Auto niemand behinderte. D.h., blockiert jemand später die Straße, weil er neben dem Parkplatz auch die halbe Fahrbahn benötigt, ist doch das im Parkverbot stehende Fahrzeug schuld. Genau darauf berief sich die Polizei.

Nun, ich dachte mir, ist egal, denn ich durfte ja parken. Pustekuchen, der Polizist als Zeuge sagte aus, es wäre Parkverbot. Wem wurde wohl geglaubt? Denn wer kann nach 6 Monaten sich noch daran erinnern ob da ein Erlaubnisschild stand und ob Einschränkungen drauf standen. Der Polizist behauptete, die Fahrbahn war zu eng (unter 2.50 Meter), er hätte es nachgemessen (keine Werte! nicht einmal ein Foto) - und konnte sich sonst an nichts mehr erinnern. Und ganz offenbar wußte er sehr genau, wann er sich nicht erinnern durfte. Er hat sich auch keine große Mühe gegeben, das zu kaschieren. Wirkliche Beweismittel? Keine Fotos - nichts. Beweismittel war ausschließlich das Erinnerungsvermögen des Polizisten. Der Richter riet mit danach dazu, die Klage zurückzuziehen, das käme billiger - und ich hätte inzwischen mehr Kosten verursacht, als ich bezahlen müßte.

Nach dem Prozeß meinte er Richter noch zu mir, er kenne die Ecke beim ETV, würde auch manchmal an er Stelle parken und sich diesen Prozeß eine Lehre sein lassen, sich dort in der G.F.-Str. nicht mehr hinzustellen.


Nachtrag: 2-3 Wochen nach meiner Umsetzung beobachtete ich von der Hohen Weide aus, daß am Beginn der Gorch Fock-Str. abgeschleppt wurde. Das Schild, daß das Parken auf dem Bürgersteig erlaubte, war entfernt worden, wie ich später sah. Seltsam dabei: Die Fahrbahn war breit genug, daß der Abschleppwagen bequem Platz hatte an dem Delinquenten-Auto vorbei zu fahren, die Fahrbahnbreite betrug mit Sicherheit (ich meine Wahrscheinlichkeit 1 !) mehr als 3 Meter. Und der Bürgersteig ist dort sehr breit.
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BeitragVerfasst am: 02.03.2006 19:48    Titel: . Antworten mit Zitat

Moin moin In den oben erwähnten drei Stunden-warst du da die ganze zeit an deinem PKW und hast definitiv gesehen, dass der Lieferwagen sich nicht besegt hat?

Wann hast du denn nachgemessen? Als du geparkt hast oder hast du deinen PKW hinterher wieder "gleich" hingestellt und dann gemessen?

Und wer sollte den Pfeile abkleben? Die Polizei bestimt nicht, die haben anderes zu tun als Pfeile abzukleben...

Gruß

MW
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Gute Nacht
Gast





BeitragVerfasst am: 02.03.2006 21:09    Titel: Antworten mit Zitat

Werter Ordnungsfan


Bei allem Respekt vor deinem wirklich nicht leichten Versuch, die Gegenseite zu beleuchten, das ist schwach! Das hätttest du dir schenken sollen.

A) Aus den gemachten Angaben bereits kannst du ersehen, daß der Fehler bei einer Nachmessung sich nur aus 2 Teilen zusammensetzen kann:

1. Aus der Lage des Lieferwagens (Entfernung Rad, rechter Bordstein)
2. Aus der Lage meines Autos (Abstand linker Bordstein, linkes Rad)
3. Aus der Breite des Lieferwagens

Die Größenordnung von 1 kann auf ca 10-15 cm abgeschätzt werden, dies folgt aus der Beobachtung, daß sich der Lieferwagen nahtlos in die Parkreihe einfügte.

2 gab ich nicht explizit an, aber die betreffende Gehwegplatte war charakteristisch beschädigt und daher leicht wiedererkennbar. Die Lage ist deshalb gut feststellbar, der Fehler kann somit keine 10 cm betragen haben

3 kann aus der Beobachtung der Parkreihe heraus auch nur in engen Grenzen variieren. Eine Mittelung über ein Ensemble verschiedener Standartmodelle zeigt dies auch. Ein Fehler von 5 cm ist hier eine eher zu große Abschätzung.

Alle anderen Werte sind unter 1 cm genau meßbar.

Tatsächlich gibt es auch eine zumindest qualitative "Messung" zu jenem Zeitpunkt um 17 Uhr. Der freie Teil der Straße betrug über 3 Schritte, meine Schrittlänge beträgt mehr als 90 cm.


B) Wenn der Lieferwagen bewegt worden wäre, hätte er mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr an seinem Platz von 17 Uhr gestanden. Bei dem Parkplatzmangel dort wäre der Platz sofort besetzt gewesen.


C) Die Idee, die Polizei könne "Pfeile abkleben" stammt von dir und gibt einen Hinweis darauf, wie DU denkst. Ich habe lediglich meine Beobachtungen geschrieben, alles andere ist DEINE Interpretation.



Ich habe zwar Kritik von dir erwartet, nachdem ich die anderen Forenthemen gelesen habe, allerdings auch etwas mehr Niveau.

Wie A funktioniert, lernst du schon im Physikunterricht der Schule, B ist derart naheliegend und klar, daß es mit schwerfällt, deine Äußerung nicht als Provokation zu verstehen. Und bei C bist du offenbar deinem eigenen Schatten begegnet.

Dabei entgegnest du aber nichts zu den wie ich finde wirklich besorgniserregenden Dingen (der angewendeten Methodik), die ich berichte.

Schade drum



Gute Nacht
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Ordnungsliebender



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BeitragVerfasst am: 03.03.2006 11:21    Titel: . Antworten mit Zitat

Moin moin

Ich bin sehr erfreut, dass es einmal jemand geschafft hat, seine Erklärungen genau darzulegen. Leider warst du bist jetzt der Einzige, alle Anderen in diesem Forum haben es nicht geschafft, überzeugend zu argumentieren.

Das war auch ein Grund mit, dass ich, vielleicht mit ein wenig Niveau, genauer hinterfragt habe. Denn Leider habe ich den verdacht, ass sich viele auch Geschichten hier ausdenken, nur um mal ein wenig etwas zu schreiben. Oder um Mitleid zu erhaschen.

Es sollte auch kein Versuch sein, alles von der Gegenseite zu beleuchten. ich wollte nur eine Manifestierung des in dem ersten Bericht gesagten und somit eine Steigerung der Glaubwürdigkeit.

Villeleicht hättest du es von vornherein so detailliert aufführen sollen, dann hätte ich mir meinen Komentar erspart.

Die Idee, dass die Pfeile von der Polizei abgeklebt sein könnten ergibt sich aus der logischen Konsequenz, dass niemand anderes, außer er hat sadistische Neigungen und erfreut sich an abgeschleppten PKW, etwas positives von einem Abschleppvorgang haben könnte. Auch der Abschleppunternehmer nicht, da die Verkehrszeichen den zuständigen Polizeimitarbeitern im allgemeinen bekannt sind. Und auch Bedinestte der Polizei schleppen nicht immer Abklebefolie mit sich herum.

Sofern deine Angaben richtig sind, und davon gehe ich aus, dürfte es sich eventuell um einen Fehler im gesamten Abschleppvorgang handeln.

Mitlerweile dürfte es dem aufmerksamen Leser dieses Forums auch bekannt sein, dass ich positiv zum Verwahrplatz stehe. Alderings nur unter einer Voraussetzung: Der Abschleppvorgang muss rechtmäßig sein. Ich meine Formal rechtmäßig und nicht die persönlichen Auslegungen, wie "schlimm" ein Parkverstoß ist.

Von wem ein PKW unrechtmäßig abgeschleppt wurde, der sollte auch im viollem Umfang Schadensersatz von der Stadt erhalten (wirklich alles, auch Taxikosten, ...)

Ich verwehre mich aber auch dagegen, dass es ein methode hat, unrechtmäig abzuschleppen. Was würde eine solche Methode für einen Sinn machen? ich sehe dort keinen Sinn drin.

Warum nicht?


Es bestehen wesentlich mehr Möglichkeiten, Abzuschleppen, als das es sich lohnen würde unrechtmäßig abzuschleppen. Ich muss lediglich in vielen Dingen meinen ermessenssopielraum heruntersetzen und dementsprechend Abschleppaufträge verteilen. Da habe ich gar keine zeit mehr unrechtmäßig abzuschleppen.

So, nun hoffe ich, dass meine kritischen Anmerkungen etwas klarer sind und keinen persönlich angreifen sollten.

Gruß

MW
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